STÜCK FÜR STÜCK ZUM GLÜCK:

Eine Marathonnacht mit acht Produktionen zeitgenössischer AutorInnen in Werkstattinszenierungen

Festivalleitung:
Torsten Bischof
Stephanie Krawehl
Sophia Schindler
Christina Tutt

Regie:
Felix Gattinger
Alexandra Hartmann
Malte C. Lachmann
Andrzej Margowski
Sophia Schindler
Nicole Schneiderbauer
Antje Schupp
Robert Spitz


PREMIERE: 31.07.2009 19 Uhr

weitere Vorstellungen:
07.08. / 08.08.2009 19 Uhr // Kultfabrik
Publikumsgespräch:  31.07.2009, 23 Uhr

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darkBOX
IPHIGENEIA von Nicole Schneiderbauer | 19 h
REGIE Nicole Schneiderbauer |

KOPFTOT von Gerhild Steinbuch | 21 h
REGIE Sophia Schindler |

puffBOX
SAUSCHNEIDN von Ewald Palmetshofer | 19 h
REGIE Alexandra Hartmann |

DAS ERSTE MAL von Michal Walczak | 21 h
REGIE Felix Gattinger |

duschBOX
LOHNARBEIT UND  LIEBESLEID von Johanna Kaptein | 20 h
REGIE Antje Schupp |

MONDSCHEINER von Andri Beyeler | 22 h
REGIE Malte C. Lachmann |

blueBOX
MARTHAS ZURÜCKHALTENDE ANNÄHERUNG AN MAXIM GORKIS WARWARA
von Andrzej Margowski
| 20 h
REGIE Andrzej Margowski |

kletterBOX
SCHATTENSTIMMEN von Feridun Zaimoglu / Günter Senkel | 22 h
REGIE Robert Spitz |

8. FESTIVAL FÜR NEUE DRAMATIK


DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN!

"Du musst dein Leben ändern" lautet der Aufruf zur Selbsterkenntnis und Überprüfung des Lebensstils, wenn die Krise drückt. Denn in Zeiten transzendentaler Obdachlosigkeit und unüberschaubarer Lebensentwürfe wird die Krise zum Indikator für Erschütterung: Erst im Missstand besinnt sich der Mensch wieder auf sich und darauf, was er besser machen könnte.

Die acht Inszenierungen der Reihe STÜCK FÜR STÜCK ZUM GLÜCK beleuchten verschiedene Momente der Erschütterung, die zur Umkehr auffordern. Sie liefern zwar kein Konzept zum Umgang mit der Krise, geben aber indirekt Antwort auf ihre Bewältigung. Oder eben das Scheitern an ihr.

DAS ERSTE MAL von Michal Walczak
REGIE Felix Gattinger | AUSSTATTUNG Aylin Kaip | MIT Julia Romanova, Oliver Bitzer
Das legendäre erste Mal. Immer wieder proben ein Mann und eine Frau die Situation, aber jedes Mal klappt etwas nicht - er hält die Blumen in der falschen Hand, sagt nicht das richtige Wort. Bis ihm eines Nachts der Kragen platzt und er sich brutal auf sie stürzt. Jahre später sehen sie sich wieder, er entschuldigt sich für damals, doch sie weiß von nichts. Hat das erste Mal überhaupt stattgefunden?

IPHIGENEIA von Nicole Schneiderbauer
REGIE Nicole Schneiderbauer | BÜHNE Hubert Kopiec | KOSTÜM Elena Thodria | DRAMATURGIE Markus Schlappig | MIT Elisa Ruz Campos, Katinka Maché, Stefanie Mendoni, Verena Barth (Sängerin)
Iphigenie, eine Figur aus der griechischen Mythologie, durchwandert die Jahrhunderte. Ein Spiel mit dem Konjunktiv: was hätte sie bewegt, wäre sie in einer anderen Zeit zur Welt gekommen, was würde sie heute sagen, würde sie leben? Und was sagt uns die Figur der Iphigenie über die Rolle der Frau in der Gesellschaft?

KOPFTOT von Gerhild Steinbuch
REGIE Sophia Schindler | BÜHNE Bernd Sauter | DRAMATURGIE Stephanie Krawehl | MIT Christina Höhn, Sandra Lühr, Frank Hennenhöfer-Richter, Adam Markiewicz
Ophelia hat Sehnsucht. Nach Geborgenheit. Nach Liebe. All das scheint in weiter Ferne, denn die junge Frau lebt in einem hermetisch abgedichteten Mikrokosmos alleine mit ihrem Vater, wie eine Gefangene. Doch wer legt ihr die Fesseln an: ist es ihr Vater oder ist es eigentlich sie selbst? Um der Enge zu entkommen, erträumt sich das Mädchen ihre eigene Welt.

LOHNARBEIT UND  LIEBESLEID von Johanna Kaptein
REGIE Antje Schupp | AUSSTATTUNG Beate Gölzner | MIT Nicola Trub, Daniela Voss, Daniel Pietzuch, Christian Streit
Lohn und Liebe. Arbeit und Leid. Oder Lohn und Leid. Arbeit und Liebe. Oder eben: Lohnarbeit und Liebesleid. Von diesen Kombinationsmöglichkeiten und Wechselwirkungen handeln diese fünf Dramolette. Nur wenige Minuten entscheiden über Arbeit oder Arbeitslosigkeit, Liebe oder Hass und Leben oder Tod. Und dann sind da auch noch die Stimmen, die allen sagen, was sie zu tun haben.

MARTHAS ZURÜCKHALTENDE ANNÄHERUNG AN MAXIM GORKIS WARWARA von Andrzej Margowski
REGIE Andrzej Margowski | MIT Kathrin Heuer, Hans Jörg Berchtold
Martha steht kurz vor einem Engagement als Warwara in Maxim Gorkis "Sommergäste". Doch trotz ihrer Faszination für die gegen ihre Umgebung aufbegehrende und ihr altes Leben verlassende Warwara hadert sie mit dem realpolitischen Verrat der ehemals revolutionären Ideale. Martha beschließt, sich neben der Beschäftigung mit ihrer Rolle auf die Spuren ihres Großvaters zu begeben.

MONDSCHEINER von Andri Beyeler
REGIE Malte C. Lachmann | AUSSTATTUNG Clara Wuigk | DRAMATURGIE Valeska Stern | MIT Christina Ustinov, Julius Robin Weigel, Rochus Weiser
Drei Menschen erzählen ihre Geschichte ? die tatsächlich passierte, die gerade geschehende und die zukünftig mögliche. Schritt für Schritt verschmelzen dabei Vergangenheit und Zukunft, Konjunktiv und Indikativ. Doch anstatt aus der ziellosen Reflexion auszusteigen, verlieren sie sich in einer einsamen Spirale des Sprechens, das den Schritt zum Handeln verpasst hat.

SAUSCHNEIDN von Ewald Palmetshofer
REGIE Alexandra Hartmann | MUSIK. BEARBEITUNG Robert Sachsenhauser | DRAMATURGIE Stephanie Krawehl | MIT Cristina Andrione, Maren Hoff, Stephanie Schleidt, Robert Sachsenhauser
Zwei Frauen auf einem Bauernhof. Was wir als Leben der beiden sehen, erscheint nur in der Abwesenheit des einzigen Mannes im Haus. Seine Gewalttätigkeit und Unberechenbarkeit schränken ihr Leben und ihre Artikulationsmöglichkeiten bis aufs Äußerste ein. Ein gemeinsamer Plan, der tief aus dem Abgrund des Traumatischen auftaucht, bringt das Arrangement zwischen ihnen aus den Fugen.

SCHATTENSTIMMEN von Feridun Zaimoglu / Günter Senkel
REGIE Robert Spitz | BÜHNE Nina Strukamp | KOSTÜM Elena Thodria | DRAMATURGIE Stephanie Krawehl | MIT Cristina Andrione, Sabine Barth, Jasmin Ott
Menschen fern der Heimat: ohne Papiere, ohne Aufenthaltsgenehmigung, ohne Identität. Ihr Geld verdienen sie als Prostituierte, Au pair oder Bandenchefin. Wie existiert man im Schatten der Gesellschaft? - Drei Stimmen von Frauen, die es offiziell gar nicht gibt und die trotzdem mitten unter uns sind. Sie berichten von den täglichen Strategien des Überlebens, des Verschwindens und davon, sich trotz allem nicht als Opfer zu fühlen.