DER DUNKLE SPIEGEL


Eine Claus Peter Seifert und Thomas Haaf Produktion


PREMIERE: 27.05.2010 / 19 Uhr / Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums

Die Begegnung mit Anna ist für den Buchhändler Paul wie ein Blitzschlag. Er beobachtet sie während der Arbeit dabei, wie sie einen Gedichtband von Bertolt Brecht aus dem Regal stiehlt. Verzögert rennt er ihr hinterher, verliert sie, um sie ein paar Tage später zufällig wieder zu treffen. Damit beginnt ein von ihr inszeniertes Spiel des sich Gebens und sich Entziehens, in das er durch seine Liebe bis zur Selbstaufgabe mit hinein gezogen wird. Beinahe zu spät merkt er, wie seelisch krank Anna ist, und dass er sie auch durch seine Liebe nicht heilen kann. Es bleibt für Paul nur der Versuch zu verstehen, und sich dadurch selbst zu retten.

Und es bleibt ihm die Erinnerung an seine letzte Nacht mit Anna: »Wir waren die einzigen Gäste in der Bar. Ich fragte sie, was die Schlaftabletten zu bedeuten hätten, die ich in ihrer Tasche fand. Sie warf mir vor, ihr nachzuspionieren. Sie könne besser schlafen damit, der einzige Weg, nicht auch noch nachts leben zu müssen. Ich merkte, dass ich sie nicht mehr liebte, und gestand es ihr. Darauf zog sie einen Brief aus ihrer Tasche, zum Abschied, wie sie sagte: ?Ich war schwanger von Dir, aber das Kind ist abgegangen. Adieu. A.? Dann ging sie, drehte sich an der Tür noch einmal um: ?Du lügst. Du lügst, Paul.? Ich habe sie nie mehr wieder gesehen.«


Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums
Sankt-Jakobs-Platz 1
80331 München

KARTEN 089.233 24150



I hate myself for loving you
And the weakness that it showed.
You were just A painted face
On a trip down Suicide Road.
Bob Dylan



Drehbuch und Regie:

Thomas Haaf
Kamera:
René Strassner
Peter Zwicker
Ton:
Martin Hermann
Zoran Krga
Musik:
Xenija Dirr
Sound Design:
Zoran Krga
Schnitt:
Maik Petersen
Kostüm:
Stefanie Heinrich
Produzenten:
Claus Peter Seifert
Thomas Haaf

Mit:
Xenija Dirr
Wanda Dziak
Katrin Heuer
Karl Huber
Jan Koester
Adam Markiewicz
Yasmin Ott
Brad Pessi
Petra Preuss
Klaus Tissler
Alexander Voigt
Arlette Wahlen
Rochus Weiser