5. FESTIVAL FÜR NEUE DRAMATIK
FREITOT
Theatersolo für eine Frau
Lars Wernecke
Aufführungsrechte:
Theaterverlag Hofmann-Paul, Berlin
PREMIERE: 20.07.2007 / 21.30 Uhr / extraBOX
weitere Vorstellungen:
27.07. und 28.07.2007 / 21.30 Uhr / extraBOX
In Deutschland wird zwischen passiver und aktiver Sterbehilfe unterschieden. Während erstere durchaus zulässig ist, wird die Beihilfe zum Suizid, also das gezielte und tätige Herbeiführen des Todes, als Tötungsdelikt geahndet. Oft ist es so, dass unheilbar Kranke ins benachbarte Ausland gehen, um in Würde zu sterben.
Im Zentrum dieses furiosen Monologs steht der Kampf der schwerstkranken Erika Kellermann für einen selbstbestimmten Tod unter Mithilfe einer Schweizer Organisation, die regelmäßig Sterbebegleitungen vornimmt. Auf anrührende und sogar komische Weise wird ein Leidensweg geschildert, beginnend bei ihrem Sturz vor der Haustür, über die Torturen durch die davon verursachte komplette Querschnittslähmung, die den Wunsch nach 'Erlösung' aufkommen lässt.
Wernecke unterschlägt weder das Dilemma, in dem die Angehörigen von Erika Kellermann stecken, noch die Schattenseiten, die mit einem sogenannten 'Sterbetourismus' verbunden sind.
"Dieser Monolog ist weder als Werbung noch als Verteufelung institutionalisierter Sterbehilfe zu verstehen. Aber er mag ein Plädoyer dafür sein, einem gesellschaftlichen Problem nicht länger aufgrund von moralischen Scheuklappen aus dem Wege zu gehen." - schrieb Lars Wernecke.
Das Stück basiert auf einer wahren Geschichte, die in der Illustrierten 'Stern' veröffentlicht wurde.
