DIE LETZTE RUNDE
Frank Campoi
PREMIERE: 26.02.2011 / 20.00 Uhr
weitere Vorstellungen:
1.03. / 2.03. / 3.03. / 10.03.2011 // 20.00 Uhr
Haben Heimat und Integration in unserer global assimilierenden Gesellschaft überhaupt noch eine Bedeutung?
Ein kleines Arbeiterhaus in Sombor (heutiges Serbien). Um die Beerdigung ihrer Tante Nada zu organisieren, treffen sich Angehörige und Freunde aus Deutschland im Haus der Verwandten. Aber alle Versuche, die Beerdigung zu organisieren, scheitern. Dafür beschäftigen sich die Verwandten zunehmend mit sich selbst. Ihre Lebensbilder verschwimmen in der Panik und im Entsetzen darüber, dass sie weder eine Vergangenheit, noch eine Zukunft sehen können.
Identitätsfragen, die sich in stark assimilierten Gesellschaftsstrukturen bereits verschärft haben, gehen über die allgemeine Migrationsproblematik hinaus. Der Mensch soll die Sprache des Erfolgs sprechen. Was bedeuten Heimat und Integration in einem suggerierten Wohlstands-Konzept überhaupt noch? Die Projektion, dass materieller Erfolg gleichzeitig auch Heimat bedeutet, wird ad absurdum geführt.
AUTOR
FRANK CAMPOI, 1962 geboren, arbeitet zunächst in den Werkstätten des Staatstheaters Wiesbaden. Anschliessend als freier Szenenbildner tätig. Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Es entstehen zahlreiche Installationen sowie Bühnenbildinstallationen. Diverse Stipendien und Residenzen. 2010 beginnt er mit den Dreharbeiten seines Dokumentarfilms "Schwere Industrie" in Serbien und Bosnien. In dieser Zeit entsteht auch sein Theaterstück Die Letzte Runde.
Regie:
Frank Campoi
Bühnenbild:
Frank Campoi
Cäcilia Müller
Kostüm:
Claudia Radowski
Dramaturgie,
Regieassistenz:
Johann Potdevin Franco
Bühnenbildassistenz:
Evelina Vatzeva
Mit:
Markus Hill
Natascha Jugl
Marten Krebs
Oscar Lindenbrecht
Claudia Sauermann
Kevin Steininger
Christian Streit
Anna-Maria Wasserberg
Bernadette Wildegger




