FAUST HAT HUNGER UND VERSCHLUCKT SICH AN EINER GRETE
Ewald Palmetshofer
ACHTUNG geänderter Termin
PREMIERE: 28.02.2011 / 20.00 Uhr
weitere Vorstellungen:
04.03. / 06. / 08. / 11.03.2011 // 20.00 Uhr
Archaische Lebensgier nach dem Absoluten, dem Totalen, dem Essenziellen, die mit einer ritualisierten Gesellschaft im Sinnvakuum kollidiert.
Ein Nachbarschaftstreffen irgendwo im gut situierten, liberalen Mittelstand. Hausgemeinschaftliche Partys werden veranstaltet, um den gemeinsamen Status Quo zu zelebrieren und Zugezogenen die Integration zu erleichtern. Doch immer deutlicher wird der Hass und die Verachtung auf diejenigen, die bei der neubürgerlichen Gemütlichkeit der Erfolgsmenschen mit ihren Warenfetischen nicht mithalten wollen oder können.
Palmetshofer paraphrasiert Goethes klassische "Faust"-Tragödie und importiert die Sehnsucht nach dem wahrhaftigen Leben und auch das Streben nach dem Totalen und Absoluten ins Heute. In eine Gesellschaft, die ohne Politik, ohne Ideologie, schön privat, von Produkt zu Produkt rast, bis nur noch der Nebenmensch als die ultimative Ware übrig bleibt.
Wie plaziert die mediale Öffentlichkeit die Tragödie eines Menschen, dem schon aller Glücksmehrwert abgepresst wurde? Und wie verhalten wir uns dazu? Am Ende bleiben zwei Fluchten: eine in die Wüste, eine in den Wald, und ein totes Kind.
AUTOR
EWALD PALMETSHOFER, 1978 im Mühlviertel in Oberösterreich geboren, begann ein Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik. Nach Abbruch desselben studierte er Theologie und Philosophie/ Psychologie/ Pädagogik. Neben dem Studium und dem Schreiben arbeitete er im Sozialbereich. faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete wurde 2009 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt.
Regie:
Markus Schlappig
Bühnenbild:
Cäcilia Müller
Kostüm:
Claudia Radowski
Musik:
Ben Knabe
Video:
Cäcilia Müller
Regieassistenz:
Arik Seils
Joseph Ohlert
Mit:
Janina Klinger
Inga Kulik
Ariane Ott
Johannes Schön
Arik Seils
Alexander Voigt




